911er mit Hybrid – Porsches Zukunft wird elektrisch

Porsche lässt sich bei der Entwicklung eines Elektroautos zeitDie Entwickler des Autobauers aus Weissach bei Stuttgart versuchen jetzt die Quadratur des Kreises und wollen die Ikone deutschen Sportwagendesigns auch mit Plug-in-Hybrid-Antrieb anbieten. Porsche Chef Oliver Blume schwebt Großes vor, denn vor seinem geistigen Auge erscheint der Sportwagenklassiker mit Hybridantrieb. Schon 2018 soll die Plug-in-Hybrid-Version auf den Markt kommen und eine elektrische Reichweite von 50 Kilometern haben. Ein Jahr später soll die Offensive noch gesteigert werden. Dann steht Mission E, ein reines Elektrofahrzeug mit 500 Kilometern Reichweite, ins Haus. Offensichtlich ist Blume klar geworden, dass auch Sportwagenhersteller mit der Zeit gehen müssen und sich Neuerungen nicht verschließen können.

Mission E – die Zukunft der Marke Porsche
Vom Hause Porsche aus wäre das Projekt sicher nicht so schnell spruchreif worden, hätten sich die Kunden sich nicht mit neuen Ansprüchen lautstark zu Wort gemeldet. Auf Ihren Wunschlisten stehen Digitalisierung, Elektrifizierung und Konvertibilität ganz weit oben. Was wird nun aus dem typischen 911er-Sound? Die Hybrid- und Elektromodelle werden sich sicher ganz anders anhören, einer der Hauptgründe, warum dieser Vorstoß bei vielen Sportwagenfans auf Ablehnung stößt. Idealerweise gelingt es, neue Fahrzeuggenerationen an die Wünsche und das Nutzerverhalten neuer Käuferschichten anzupassen, ohne dabei die Basics der Marke zu verändern. Mit anderen Worten soll auch künftig „Porsche drin sein, wo Porsche draufstellt“, so Blume. So müssen Modelle der Mission E 600 PS Leistung bringen und in 3,5 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen. Gegenüber den derzeitigen Elektroautos würde das eine Verdopplung der Spannung bedeuten. Die Unterbodenbatterie im Wagenboden müsste dann die ganze Länge zwischen Vorder- und Hinterachse einnehmen, sodass das Drehmoment automatisch auf alle Räder übertragen werden kann. Für Mission E will Blume alleine im Stammwerk Zuffenhausen 700 Millionen und insgesamt eine Milliarde Euro investieren.

Keine Angst vor Google & Co.
Autonomes Fahren sieht Blume allerdings kritisch, denn nach wie vor ist er davon überzeugt, dass Porschefahrer selbst hinter dem Steuer sitzen möchten. Dennoch sei es fahrlässig, die starken Veränderungen in der Mobilität zu ignorieren. Man müsse daraus seine Schlüsse ziehen, bessere Bedienbarkeit und neue Technologien miteinander optimal verbinden. Noch sieht er keinen Grund für die Partnerschaft mit IT-Dienstleistern. Das sei für ihn der Ausdruck mangelnder Kompetenz. Porsche habe keine Veranlassung, sich vor den Großen wie Apple und Google zu ducken. Schließlich wolle Apple weder einen Porsche bauen noch könne es der Konzern.

Quelle: http://www.welt.de/motor/news/

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)